Marta Aparicio: Werkrealschule ist murx

30. Dezember 2010  Archiv Landtagswahl 2011

Die Werkrealschule ist murx. Dies zeigten die Übergangsquoten in die weiterführenden Schularten zum Schuljahr 2010/11, die das Statistische Landesamt jetzt veröffentlicht hat,  so Marta Aparicio, die Spitzen- kandidatin der LINKEN für die Landtagswahl. Laut Statistischem Landesamt haben 23 Prozent der Eltern Widerspruch gegen verpflichtende Haupt- und Werkrealschulempfehlung eingelegt.

Bedenklich sei auch die Zahl von 17 Prozent der Eltern, die trotz gymnasialer Empfehlung für ihr Kind die Realschule wählen. Deshalb, so die Bildungsreferentin der VHS Stuttgart, müsse G8 kurzfristig zurückgenommen werden. 

DIE LINKE fordert, dass die verbindliche Grundschul-Empfehlung entfällt. Individuelle Förderpläne und Rückmeldungen sollen in der Grundschule das Notensystem ersetzen. Außerdem will DIE LINKE zehn Schuljahre für alle einführen, „damit die Chancen der Schwächeren auf eine Berufsausbildung verbessert werden.“, sagt Marta Aparicio. 

„Die neuen WRS sei eine drastische Sparmaßnahme im Bildungsbereich, die  massenhaft zu Schulschließungen führen wird, kritisiert Marta Aparicio. Dies passe zu den Plänen des Kultusministeriums, ab dem Schuljahr 2012  5.000 Stellen zu streichen, um 400 Millionen Euro zu sparen. Deshalb unterstütze DIE LINKE den von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft angekündigten Protest, sagt Marta Aparicio.